Burundi ist und bleibt unser Partnerland: Graswurzelpartnerschaft lebt auch in Krisenzeiten

„Burundi ist und bleibt unser Partnerland“, erklärt die entwicklungspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Andrea Schwarz nach der Ankündigung von Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller, wonach Deutschland die Zusammenarbeit mit vielen armen Ländern beenden wolle. Dazu zählt auch das baden-württembergische Partnerland Burundi.
Müller will die deutsche Entwicklungshilfe neu aufstellen und dabei aufstrebende Reformstaaten stärker unterstützen. Aus jedem dritten armen Land zieht sich Deutschland demnach zurück.
Andrea Schwarz stellt klar: „Dies stellt die langjährige Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi in keiner Weise in Frage. Im Gegenteil: Als Land fühlen wir uns unserem afrikanischen Partnerland weiterhin eng verbunden. Über das Kompetenzzentrum Burundi, das bei unserer Stiftung Entwicklungszusammenarbeit SEZ angesiedelt ist, werden wir auch weiterhin Landesmittel bereitstellen, um Projekte in Burundi zu fördern.“ Schwerpunkt der Aktivitäten in Burundi liege auf Ernährungssicherheit, Friedensförderung und Maßnahmen, die für Jobs und gesicherte Einkommen sorgen sollen.
Die Grüne Abgeordnete setzt darauf, dass der Bund seinen Kurs der „koordinierten Kooperation mit den Ländern“ fortsetzt und das breite Netzwerk entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen in Baden-Württemberg sowie Initiativen der Kommunen und des Landes weiterhin unterstützt.
Andrea Schwarz erklärt: „Baden-Württemberg muss besonders in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie und im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Burundi am 20. Mai als verlässlicher Partner an der Seite Burundis stehen. Unsere Graswurzelpartnerschaft beweist und bewährt sich gerade in kritischen Zeiten. Wir werden uns mit unserer für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Staatsministerin Theresa Schopper bei Bundesminister Müller dafür einsetzen, dass Initiativen und Projekte im Rahmen der Partnerschaft des Landes mit Burundi auch künftig durch Bundesmittel gefördert werden. Ausfälle, die durch den Rückzug des Bundes entstehen, können so wenigstens partiell ausgeglichen werden.“