Fluchtursachenbekämpfung durch faire Beschaffung

Die grüne Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz aus dem Wahlkreis Bretten und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion lädt die Kommunen in ihrem Wahlkreis dazu ein, im Bereich globale Verantwortung aktiv zu werden. Die SEZ fördert Projekte vor Ort mit bis zu 2.000 Euro.

Bereits zum siebten Mal findet die Initiative Meine. Deine. Eine Welt., organisiert von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), statt. Ziel ist es den Blick vor Ort für das Thema globale Gerechtigkeit verstärkt sichtbar zu machen. Bis zum 25. August können sich dabei Kommunalverwaltungen, Kirchengemeinden, Kindergärten oder auch Vereine bei der SEZ melden. Dabei soll das Interesse der Menschen für Entwicklungsländer geweckt werden und das Bewusstsein für globale Zusammenhänge geschärft werden. Die SEZ fördert dabei die Vorbereitung von Eine-Welt-Tage und das Programm der Initiatoren mit bis zu 2.000 Euro.

Neben der Einbindung in ein landesweites Netzwerk werde das Engagement mit vielen attraktiven Preisen für die besten Programme mit neun Preisen von insgesamt 30.000 Euro belohnt. Die Schirmherrschaft für diese Initiative hat die Staatssekretärin Theresa Schopper, welche die Preise im November vergeben werde.

„Ich halte diese Initiative für einen guten Start zur Bewusstseinsbildung. Ich selbst habe deshalb die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in meinem Wahlkreis angeschrieben. Die Briefe werden ihnen die nächsten Tage zugehen. Über große Resonanz aus meinem Wahlkreis würde ich mich natürlich besonders freuen.“  Schwarz  wird gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz am 22. Mai  2017 im Alten Rathaus in Bretten zum Thema „Fairer Handel und was wir vor Ort tun können“ das Thema aufgreifen und Lösungsansätze formulieren.

„Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die auch von der Bundesregierung mit unterzeichnet wurde, fordert alle Mitgliedsstaaten der UNO auf, ihren Beitrag zu einer ökologischeren und solidarischeren Welt zu leisten. Dabei spielen auch Kommunen und Vereine vor Ort eine wichtige Rolle.“ Schwarz betont, dass jedoch nicht nur die Agenda 2030 uns dazu treiben müsse im Bereich globale Verantwortung aktiv zu werden, sondern auch unser eigenes Interesse. „Menschen eine Lebensperspektive in ihren Heimatländern zu geben, indem man ihre Arbeit auskömmlich entlohnt und die von uns verursachten Umweltschäden vor Ort vermeidet, ist die beste Fluchtursachenbekämpfung die man sich vorstellen kann“,  so Schwarz abschließend.

Weitere Informationen zur Teilnahme finden interessierte Vereine und Kommunen unter www.sez.de oder direkt bei der Projektverantwortlichen Astrid Saalbach unter 0711/ 210 2980 oder per E-Mail an saalbach@sez.de.