Baden-Württemberg setzt Zeichen für den Tierschutz

Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz freut sich über Initiative für Verbesserungen im Transportrecht

Die Ergebnisse des „Runden Tischs zur Verbesserung des Tierschutzes beim Transport von Tieren“ bieten Anlass zur Hoffnung auf Melioration. Auf Einberufung des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz waren alle am Transport von Tieren beteiligte Organisationen zu diesem runden Tisch zusammengekommen. Über 40 Akteure, die allesamt durch ihre engagierte Beteiligung am Diskussionsprozess bewiesen, wie wichtig es ihnen sei, Fortschritte zu erreichen.

„Baden-Württemberg wird dem Bund gegenüber initiativ werden, um Verbesserungen im Transportrecht auf EU-Ebene zu erreichen“, teilte die Grünen-Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz zufrieden mit. Unter anderem soll es um ein Verbot langer Transporte von Schlachttieren in Drittländer gehen, sowie um die Sicherstellung der zügigen Abfertigung von Tiertransporten an den EU-Außengrenzen und um den Aufbau und den Standard von Versorgungsstationen an den EU-Außengrenzen und in Drittländern.

Darüber hinaus möchte Baden-Württemberg mit gutem Beispiel vorangehen und ein Zeichen für Tierschutz setzen. „Gemeinsam mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz haben sich die am Transport beteiligten Verbände darauf verständigt, auf die Vermarktung von lebenden Tieren aus Baden-Württemberg zur Schlachtung in Drittländern zu verzichten,“ berichtete Schwarz und unterstrich diesen Erfolg für den Schutz von Tieren.

Des Weiteren sehen es alle Teilnehmer des Runden Tisches als notwendig, das Konzept der Schulung der Fahrer und Betreuer weiter auszubauen, inklusive konkreter Vorgaben zur Versorgung und Betreuung der Tiere unterwegs. Schließlich möchte man außerdem, dass zukünftig bei der Planung von langen Beförderungen von Tieren in Drittländer ein auf die jeweilige Transportroute abgestimmter, detaillierter Notfallplan vorgelegt wird.

„Wir müssen die Verantwortung für unsere wertvollen Zucht-, Nutz- und Schlachttiere aus Baden-Württemberg auch über die EU-Außengrenze hinaus in vollem Umfang übernehmen. Nur, wenn auch im Drittland ein tiergerechter Umgang gewährleistet werden kann, wollen wir die Tiere verkaufen und transportieren“ betonte die Brettener Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz.